Best Practice - mustergültig!

Ein anspruchsvolles Handwerk in einem größeren Betrieb zu erlernen, war für die Auszubildenden Tobias Laudahn, 23 und Julian Schulz, 19 ein wichtiger Vorteil. Mit Hilfe erfahrener Ausbilder konnten sie so bereits sehr früh alle Arbeitsbereiche hautnah im Alltag erleben und sich schon vor Ausbildungsabschluss auf die spätere Spezialisierung freuen. Julians Wunschbereich ist "Reha Kind" und Tobias möchte in der Orthopädietechnik und Prothetik Akzente setzen. Die Jahrgangsbesten wurden direkt vom Ausbildungsbetrieb übernommen.

Text und Fotografie: Ronald Schmidt

Das Berufsbild Orthopädiemechaniker und Bandagist lässt vielfältige Entfaltungsmöglichkeiten zu, vor allem dann, wenn man in einem größeren Betrieb das ganze Spektrum kennen lernt. Als Realschüler Julian Schulz sich für eine Ausbildung bei o|r|t interessiert, hat der Sohn eines Orthopädietechnikers bereits ein Betriebspraktikum und einen dreiwöchigen Ferienjob in seinem späteren Ausbildungsbetrieb absolviert. Zu diesem Zeitpunkt interessiert sich auch Abiturient Tobias Laudahn für eine handwerkliche Ausbildung. Er will etwas mit Menschen zu tun haben, will helfen und direkt die Früchte seiner Arbeit sehen. Sein ursprüngliches Berufsziel bei der Polizei kann er wegen eines Bandscheibenvorfalls nicht verfolgen. Heute ist er froh, dass die Jobbörse des Arbeitsamtes ihn auf das Berufsfeld der Orthopädietechnik neugierig machte, zumal er nicht so der Büromensch ist und stattdessen lieber etwas mit den eigenen Händen erschaffen möchte. Mit dem Ausbildungsvertrag in der Tasche beginnt nicht nur für die beiden Berufsstarter ein neuer, interessanter Lebensabschnitt. Ausbilder Orthopädietechniker-Meister Till Blickwede hat dann für Tobias und Julian einen völlig neuen Ausbildungsplan erstellt, der richtungweisend für alle späteren Ausbildungen im Unternehmen werden sollte. Neben dem Blockunterricht in einer besonders geeigneten Berufsschule in Hamburg, kann im Betrieb an acht Ausbildungsstationen das weite Berufsfeld voll ausgelotet werden. Bereits hierbei ergeben sich viele Möglichkeiten, sich für eine spätere Spezialisierung zu interessieren und schon während der Ausbildung Neigungen zu erkennen und zu fördern.

Beide Auszubildenden wurden von o|r|t übernommen und jeder hat seinen Wunschbereich gefunden, Tobias Laudahn: „Mich interessiert besonders die Prothetik, ich arbeite seit meiner Übernahme als Experte für Ober- und Unterschenkelprothesen.“ und Julian Schulz sagt: „o|r|t hat mir da überhaupt keine Steine in den Weg gelegt, ich hatte nach Ausbildungsende die freie Wahl in allen Bereichen weiter beschäftigt zu bleiben, dabei hat es mir Reha-Kind besonders angetan und deshalb arbeite auch ich jetzt in meiner Wunsch-Abteilung“. Auf die Frage nach persönlichen Ausbildungs-Highlights weiß Julian Schulz sofort eine Antwort: „Ich konnte zusammen mit einer Kollegin in Eigenverantwortung die neue Filiale im Hildesheimer Medicinum aufbauen, dieses Vertrauen des Betriebes in mich als Azubi hat mich unglaublich gestärkt!“ Auch ihr ehemaliger Ausbilder Till Blickwede zeigt sich über seine beiden neuen (alten) Kollegen sehr zufrieden: „Natürlich ist ein im eigenen Haus generierter Nachwuchs das Beste, was einem Betrieb passieren kann, es gibt keinerlei Eingliederungsprobleme in die laufenden Betriebsprozesse, die Chemie stimmt von Anfang an auf beiden Seiten“. Blickwede freut sich besonders über den Weg, den o|r|t auf schulischer Seite beschritten hat: „Mit der Wahl, unsere Azubis zum Blockunterricht an die Hamburger Gewerbeschule für Fertigungs- und Flugzeugtechnik zu schicken, liegen wir genau richtig. Externe Spezialisten aus der Orthopädiepraxis bilden mit ihrem Know-how die Orthopädietechniker aus. Zusätzlich erlauben branchenübergreifende Synergien ein Spitzenniveau in Sachen Materialkunde.“ Ein Praxisbeispiel hierfür wäre der Bereich Kohlefasertechnik und Leichtbau. Was für Flugzeuge gut ist, findet auch in der modernen Prothetik hochwillkommene Anwendung. Tobias Laudahn und Julian Schulz waren übrigens die ersten Auszubildenden des südniedersächsischen Betriebes, die nach Hamburg durften. Sie haben sich prompt mit dem Abschluss als Jahrgangsbeste revanchiert und so nicht nur den Weg für folgende o|r|t-Azubis geebnet, sondern damit auch gleich die Messlatte für ihre Nachfolger im Betrieb hoch gelegt. Ein mustergültiger Ansporn!
www.o-r-t.de/htm/de/html/UnternehmenJobs.html